Konferenz Flucht und Migartion im Deutschen Generalkonsulat

Vertreter der Gemeinde nahmen am 20. September an einer Konferenz zum Thema Flucht und Migration im deutschen Generalkonsulat teil. Ziel war Austausch und Vernetzung der lokalen Akteure mit den politischen Institutionen.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht.

"Φωλίτσα" - "Nestchen" - Unser Flüchtlings-Wohnprojekt für Mütter mit Kindern

Flyer zum Flüchtlings-Wohnprojekt unserer Gemeinde.

"FOLITSA" - eine Wohnung für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder (Bericht der GZ Sept. 2016)

Sehen Sie hier den Artikel der Griechenland Zeitung vom 28.09.2016 (Ausgabe 547) über unser Engagement in der Flüchtlingshiilfe.

Die evangelische Kircher deutscher Sprache für Nord- und Mittelgriechenland mit Sitz in Thessaloniki engagiert sich seit langem in der Flüchtlingshilfe.

Seit Sommer 2016 konnten wir unser Projekt "Folitsa" (übersetzt "Ein Nestchen") umsetzen und bieten so Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern ein Zuhause auf Zeit.

Spendenaktion für Flüchtlingskinder zusammen mit der Deutschen Schule Thessaloniki

Spendenaktion II der DST und der ev. Gemeinde in Thessaloniki

Im Frühjahr 2016 fand eine zweite Spendenaktion in Kooperation mit der Deutschen Schule Thessaloniki statt. Diesmal sollten Flüchtlingskinder unterstützt werden, die in Thessaloniki und Kavala in Auffanglagern untergebracht sind.

Dort gibt es freiwillige Helfer, die die Kinder betreuen. Es fehlt jedoch an Spiel- und Malsachen, darüber hinaus herrscht ein großer Mangel an Babynahrung und Windeln. Wir freuen uns, wenn wir am Ende der Aktion die gespendeten Güter an die Helfer und damit an die Flüchtlingskinder verteilen können.

Über das Ergebnis dieser Aktion soll im nächsten Gemeindebrief berichten werden.

RUCKSACKAKTION "PACK A BAG" - Griechenland Zeitung 509 vom 16.12.2015

"Pack a bag" - Rucksackaktion für Flüchtlinge in Kooperation mit der DST (Dez. 2015)

Anfang Dezember 2015 gab es ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Thessaloniki und dem Bürgermeister Herrn Boutaris der Stadt Thessaloniki.

Die Schule hat alle Kinder und ihre Eltern aufgerufen, Rucksäcke nach einer vorgegebenen Packliste zu bepacken und zu spenden. Die gebrachten großen und kleinen Rucksäcke übertrafen jede Erwartung – so groß war die Hilfsbereitschaft auf Seiten der Familien!

Die eine Hälfte der Spenden ging über die Stadt Thessaloniki nach Idomeni an die Grenze und die andere Hälfte haben wir nach Kavala gebracht, wo sie von unseren Frauen am Hafen an die ankommenden Flüchtlinge verteilt werden. Die Rucksäcke kommen bei den Menschen sehr gut an.

Flüchtlingshilfe aus Kavalla (2015)

Ein Erfahrungsbericht aus Kavalla

Anfang September 2015 erfuhren wir, dass Flüchtlinge regelmäßig mit Schiffen aus Lesbos nach Kavala kommen und mit Bussen weiterfahren nach Thessaloniki oder an die Grenze. Für uns stand sofort fest, dass wir dabei helfen wollten, sie mit dem Nötigsten für ihre Reise zu versorgen. Jede Woche einmal stehen am Busbahnhof 4 bis 5 unserer Frauen mit offenen Kartons, aus denen wir Papiertaschentücher, Feuchttücher, Zahnbürsten, Seife, Zahnpasta, Rasierer, Croissants, Rosinen und Kekse in kleinen Tüten, Stifte, kleine Hefte, Pflaster, Medikamente (Depon), Süßigkeiten und kleine Säfte anbieten. Außerdem verteilen wir an Frauen und junge Mütter Hygieneartikel, an Kinder kleine Spielsachen und an alle Wasser.

Beim ersten Mal mussten wir unsere Gaben den Flüchtlingen beinah aufdrängen. Da waren es auch nur 300 oder 400 Menschen. Mittlerweile kommen mit jedem Schiff 1400 oder mehr, und die Selbstbedienung klappt gut bis zu gut, sodass wir jetzt von den offenen Kartons abgekommen sind und die Dinge einzeln aus großen Umhängetaschen (mit schmalem Eingriff) austeilen, damit möglichst viele etwas abbekommen. Auch das Angebot haben wir kürzlich etwas einschränken müssen.

Seit 2 Wochen bieten wir auch Schuhe und Kleidung an. Alles von Unterwäsche bis zu Mänteln, und alles wird uns aus den Händen gerissen, wir würden viel mehr loswerden.

Im Treffpunkt sammeln wir ständig Taschen, Rucksäcke, Kleidung. Alle Frauen bringen auch Dinge von ihren Nachbarn mit. Viele Menschen spenden uns kleine oder größere Beträge zum Einkaufen, andere bringen tütenweise die Sachen mit, die auf unserer Liste stehen. Auch zum KTEL bringen uns Unbekannte mittlerweile Kleidung, Decken, Taschen …

Es fällt auf, dass viele Flüchtlinge ohne Gepäck, nur mit einer zerschlissenen Plastiktüte reisen. Deshalb nähen wir jeden Donnerstag aus all unseren Stoffresten stabile Einkaufstaschen zum Umhängen. 20 bis 30 schaffen wir an einem Nachmittag. Sie sind sehr begehrt. Wer nicht zuschneidet oder näht, sortiert und faltet Kleidung, packt Rosinen und Zwieback ab, bereitet die nächste Ladung vor. Der neue Schwerpunkt im Treffpunkt- und alle machen mit!

Wir sind nicht die einzigen, die sich Woche für Woche um die Flüchtlinge kümmern. Eine Gruppe, bei der verschiedene Vereine Kavalas mitmachen, steht jede Woche zweimal mit ca. 200 vorbereiteten Tüten direkt am Schiff. Ein Dorf in der Nähe Kavalas bäckt jede Woche zweimal 1000 bis 1400 Portionen Pitta!

Wer Leid nicht sehen kann, sollte nicht am Schiff oder am KTEL stehen. Es gibt Bilder, die ich nicht mehr vergesse. Wer den einzelnen Menschen in der bunten Gruppe erkennen will, sollte dort sein- auch dazu gibt es Bilder, die ich nicht vergesse. Wer sich über Hilfsbereitschaft und Teilenkönnen freuen will, hat dazu viel Gelegenheit. Wer Freude und Dankbarkeit für eine Zahnbürste oder ein Paar ausgemusterte Schuhe erleben will, kann sie hier finden.